Torrent
In wenigen Monaten wird der US-Blog “TorrentFreak” fünf Jahre alt, ein Meilenstein und passend zu dieser Geschichte warf Ernesto einen Blick auf die Vergangenheit der Torrentseite, deren Userzahl sich in den letzten Jahren mehr als verfünfacht hat. Allerdings nutzen die meisten von Ihnen nur eine erlesene Anzahl an Torrentseiten.
Trotz vieler rechtlichen Auseinandersetzunden und Druck von Anti-Piraterie Organisationen, änderte sich an der Liste der meistbesuchten Torrentseiten in den letzten Jahren nur äusserst wenig. Genauer gesagt, haben in den vergangenen fünf Jahren nur fünf Seiten einen Platz an der Sonne in den “Top 3″ der beliebtesten Torrent Plattformen im Netz ergattern können.
Das lässt darauf schliessen, dass das Ökosystem stabiler und konservativer ist, als die meisten denken. Aber dies wird wohl nur bis zu einem gewissen Grad so korrekt sein, denn niemand ist unbesiegbar. Vier von diesen fünf Torrent Seiten wurden vor Gericht geschleppt. Zwei von ihnen mussten schwere Verluste und böse Niederlagen hinnehmen.
4 Prozent der Torrent-Dateien sind für 90 Prozent der Downloads verantwortlich. Filme wie “Indiana Jones” und “Der unglaubliche Hulk” standen zeitweise besonders hoch im Kurs, genau wie Lady Gaga´s Doppelalbum “The Fame Monster”, so das Fazit einer australischen Studie aus 2010. Der Anteil an (Kinder-) pornographischem Material im BitTorrent Netzwerk ist eher gering.
Laut einer australischen Studie und Analyse von Filesharing Dateien im BitTorrent Netzwerk, die im Frühsommer 2010 veröffentlicht worden ist, handelt es sich bei dem Grossteil der getauschten Dateien, um urheberrechtlich geschütztes Material, und nicht zum Download authorisiertes.
In der vom Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT) veröffentlichten Auswertung heisst es, dass schätzungsweise 89 Prozent der untersuchten Torrents gegen das Copyright verstossen, wie Heise berichtet. Durchgeführt wurde die Studie vom Internet Commerce Security Laboratory (ICSL) der University of Ballarat. Der australische Medienkonzern Village Roadshow, ebenfalls ein AFACT-Mitglied unterstützte die Forschungsarbeit.
The Pirate Bay Mitgründer Peter Sunde, war als Redner auf der Campus Party 2010 in Mexiko, wo er über die Geschichten der weltberühmten Webseite plauderte, wie Sie zum grössten Feind von Hollywood und der Musikindustrie geworden ist und warum The Pirate Bay quantitativ gewachsen ist, nicht aber qualitativ. In seinen Augen, ein “Grund zum Sterben”.
Wie konnte The Pirate Bay eigentlich zu einer der grössten Torrent Seiten der Welt werden? Und das binnen eines so kurzen Zeitraumes? Das war nur eines der Themen, dem sich Mitgründer Peter Sunde, der derzeit fleissig am neuen Social Payment Dienst Flattr arbeitet, auf der Campus Party 2010 in Mexiko widmete.
Neben vielen Informationen und Hintergrundfakten zu den Pirate Bay Storys vergangener Tage und Jahre, kritisierte Peter Sunde insbesondere das Pirate Bay, wie es heute existiert.
Torrent Reactor, einer der fünf populärtsten Torrent Seiten im Internet hat gleichermassen, Freunde wie Feinde überrascht, als man eine kleine Stadt in der Mitte Russlands kaufte. Für das Dorf namens Gar, wie Torrent Freak berichtet, wurden 148.000 Dollar bezahlt. Kurz drauf benannte die russische Torrent Website Gar um, in Torrent Reactor.
Das letzte Mal, als eine Torrent Seite versuchte Land zu kaufen, ging der Plan in die Hose. Anfang 2007 launchte “The Pirate Bay” die “Buy Sealand” Kampagne. Der Plan war, genug Geld zu aquirieren, um die Mikronation “Sealand” zu kaufen. Dort wollte man dann eigene Gesetze einführen: “Keine Urheberrechtsgesetze, High Speed Internet Zugang und VIP Accounts für The Pirate Bay“.
Das kalifornische Bezirksgericht hat eine richterliche Verfügung gegen die BitTorrent Suchmaschine IsoHunt ausgesprochen: “In den USA soll IsoHunt seine Dienste einstellen.” Es wird erwartet, dass die Suchmaschine alle Zugriffe aus den USA blocked. Allerdings wurde der Verfügung bis jetzt noch nicht nachgekommen.
Anfang 2006 beschwerte sich die MPAA über IsoHunt und deren Schwesterseite TorrentBox, mit der Begründung, dass Besitzer Gary Fung mit Filesharing Dienstleistungen arbeitet und von Urheberrechtsverletzungen profitiert.
Der Fall zog sich über die Jahre, bis das Bezirksgericht von Kalifornien vor zwei Monaten eine dauerhafte Verfügung vorschlug, die besagt, dass IsoHunt eine Reihe von Keywords sperren soll, sowie die passenden Torrent Files. Nun ist die Verfügung unter Dach und Fach, was im Klartext heisst: “Entweder soll mit dem Filtern begonnen, oder die Seite für die USA ganz geschlossen werden.”
Wie viele andere Webseiten auch, haben einige Torrent Seiten ebenso Ihre eigene “Fan Pages” bei der 400 Millionen User Gemeinde Facebook, um sich mit anderen Usern auszutauschen. Für gewöhnlich halten diese Accounts alle Fans mit neuen News up-to-date. Alles ohne Torrent Links. Dennoch scheint Facebook da nicht sonderlich tolerant zu sein, und löscht kurzerhand eine der bekanntesten Accounts.
Mit mehr als 400 Millionen (aktiven) Nutzern ist Facebook in Sachen Social Networking eine der grössten Communities der Welt. Wenig verwunderlich, dass auch der eine oider andere Torrent-Webseiten Betreiber dort zugegen ist, um sich mit Usern auszutauschen.
Eigentlich waren alle, sowohl die Seitenbetreiber wie auch User sehr zufrieden mit dem Treiben auf Facebook. Manch eine Fan Page hat gar mehr als 100.000 Fans. Soweit so gut .. alles. Nur scheint es so, als würde Facebook die Freude nicht teilen.














