Internet
Die SGA (Songwriters Guild of America) beschwert sich über die Internetstruktur – wie Sie derzeit ist, weil diese “nur darauf ausgelegt ist, die Musik Industrie zu ruinieren” und fordert die USA auf, das FBI auf illegale Filesharer anzusetzen.
Gestern lief bei Kabel1 die Dokumentation (war im übrigen sehr, sehr interessant) über – ich nenne es mal “Machenschschaften”, der Abmahnindustrie im Internet, im besonderen Bezug auf Musik Downloads. Eine Multi Millionen Dollar Industrie. In den USA meldete sich nun die SGA (The Songwriters Guild of America) zu Worte und fordert die Regierung auf, das FBI im “Kampfe” gegen illegale Filesharer zu involvieren.
Weiter hiess es, so könne man frei interpretieren: Das FBI habe noch ausreichen Ressourcen eh nicht genug zu tuen, und könne eingreifen. Bombenmässig ist auch der anmassende Vergleich: “Filesharing sei schlimmer als Bankraub.” Hammer, oder nicht?
Die SGA sieht das Netz so: “Die Internestruktur” ziele einzig und alleine darauf ab, die Musik Industrie zu ruinieren. Nur um das mal fortzuführen. Das World Wide Web – so wie es derzeit ist – mit allen Rechten, Möglichkeiten und Pflichten hat also nichts anderes im Sinn die Musik Industrie in die Pleite zu treiben.
Die Debatte um Google Street View scheint derzeit nicht abzureissen. Die Stadt Ratingen (bei Düsseldorf) klagte bereits vor einiger Zeit Ihren Unmut, und die gesammelte Diskussion zieht immer weitere und grössere Kreise.
Der Schutz der Privatsphäre im Vordergrund: Gesichter und KFZ Kennzeichen sollen unkenntlich gemacht werden.
- Street View: Hamburg will gesetzliche Regeln (googlewatchblog.de)
- Skandal um Google-Streetview (datenwachschutz.de)
- Datenschützer entsetzt über Google-Street-View (seelenkrieger.org)
- Hamburg plant Anti-Streetview-Gesetz (yuccatree.de)
- Hamburg will Street-View-Gesetz einbringen (golem.de)
Die Gerüchteküche brodelt wieder um The Pirate Bay.
Bereits im letzten Jahr – war die Rede von einem Übernahmedeal in Höhe von +5 Millionen Euro. Viel wurde geschrieben und geblogged. Doch letzten Endes scheiterten alle Bemühungen The Pirate Bay, den neuen erwünschten Anstrich einer kostenpflichtigen und legalen Entertainment Community zu geben. Der Kauf war unfix.
Und nu – fast ein Jahr drauf, gibt eine Firma namens “Business Marketing Service” per Pressemeldung bekannt, man sei dran The Pirate Bay bis Ende Juni für 10 Millionen Dollar zu kaufen. Mit der Absicht, aus der Piraten-Börse ein Filesharing Portal der nächsten Generation zu zaubern.
Heute – am Montag, den 26. April “feiert” die Welt den “Tag des geistigen Eigentums”. Und passend dazu veröffentlichte die BITKOM und andere Meinungsinstitute Studien, wonach unter anderem jeder 4. Deutsche “Raubkopien” für “Okay” hält ..
Eigentlich ist der Tag des geistigen Eigentums kein Tag der Aufklärung. Es ist der Tag der Zahlen, Studien und vor allem der Lobbyarbeit – die der Rechteinhaber als auch die der Gegner. Microsoft beispielsweise verrät heute die Details zu einer neuen Emnid-Umfrage, nach der jeder vierte Deutsche ein Software-Pirat sei.
Der Serien on Demand Service Hulu – bis dato noch kostenlos, und rein durch Online Werbung finanziert – denkt an ein Bezahlverfahren. So hofft man mehr Einnahmen zu erzielen.
Man denkt im Hause Hulu daran, die Serien gegen Cash anzubieten. In einer BETA Phase soll ab dem 24. Mai alles ausgelotet werden. Die letzten “5 Episoden” der beliebtesten Serien einiger Sender sollen trotzdem (noch) kostenlos bleiben. Wer mehr will muss 9,95 Dollar im Monat blechen.
Die CSU Ministerin Ilse Aigner setzt sich weiterhin vehement für die Rechte der Bürger ein – und will den Dienst Google Street View nicht zulassen, bevor nicht den “Bürgern” das Recht eingeräumt ist, sich von etwaigen geschossenen Bildern entfernen zu lassen.
Ministerin Ilse Aigner (CSU), zuständig für den Verbraucherschutz, will nicht, dass der Dienst Google Street View startet, bevor dem Bürger umfassende Einspruchsrechte eingeräumt werden. Aigner fordert, dass die Bürger auf den Google-Fotos etwa Haus und die Hausnummer vollständig unkenntlich machen lassen können.
Raubkopien bereiten Nintendo derzeit grosse Sorgen. Laut Cynamite ist der Umsatz in den vergangenen Monaten massiv eingebrochen. Die Rede ist von Verlusten in Milliarden Höhe. Derzeit sollen sich rund 238 Millionen illegale Kopien im Umlauf befinden.
In den letzten Monaten sind die Softwareverkäufe für den DS um 50% zurückgegangen. Nintendo macht nun die Raubkopien für den Umsatzeinbruch verantwortlich.
The Never Ending Story: Wenn Marions Kochbuch dreimal klingelt – und am anderen Ende der Leitung jemand, für eine Würstchen ohne Pommes, Mayo, Zwiebeln und Ketchup, 100 Euro verlangt ..
Ich hatte grade eine junge Dame am Telefon, die von Folkert Kniepers (Marions Kochbuch) Anwalt abgemahnt wurde. Die Kostennote belief sich auf die übliche Höhe, was man eben so bezahlt für ein Würstchen.
Es ist immer wieder erstaunlich oder lustig, was denn Google Suggest so für “Beispiele” ausliefert. Auch wenn der Ulk schon eine Weile zugegen ist, und manchmal ausgelaugt erscheint, sorgen die Suggest-Vorgaben doch immer und immer wieder für Erheiterung.
Mit Hilfe von Suggest liefert die Suchmaschine Google bei der Eingabe eines Suchbegriffes alternative, ergänzende und, wie unser Beitrag `Lustiges bei Google Suggest´ unter Beweis stellt, immer wieder auch lustige Suchvorschläge.
Big Brother is watchin you!
Simon Columbus (Spreeblick) war zu Besuch der zehnten Jahrestagung der SPD-„Netzwerker“. Und kurz drauf folgte sein Blogpost – der seine Impressionen schon trächtig in der Headline wiedergibt: “In der SPD bleibt die Angst vor dem großen, dunklen Netz”
Ein Kollege Bartols wiederholte als erstes den Spruch vom Internet als „rechtsfreiem Raum“, von dem man sich ja einig sei, dass es keiner sein dürfe, und forderte dann „internationale Abstimmungsprozesse über die Regulierung des Internets“. Sein wichtigstes Anliegen: Illegales Glücksspiel im Internet sei „ein großes soziales Problem“.
Hubertus Heil, früher mal Generalsekretär der SPD, gestand ein, beim Zugangserschwerungsgesetz habe man aus Feigheit zugestimmt, man sei ignorant gewesen – und warf den Fürsprechern eines freien Netzes im Gegenzug Arroganz vor.










