Umfrage: Online-Musik-Streams lassen P2P-Downloads schrumpfen
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Musik-Streams scheinen P2P-Plattformen den Rang abzulaufen. Bei einer Umfrage gaben 54 Prozent der Befragten an, mit dem illegalen Downloaden von Musik aufgehört zu haben. Des Streaming wegens.
Einerlei der Debatte wegen, ob und welche Auswirkungen illegales Filesharing auf die Musik Industrie hat, steht fest, dass im digitalen Zeitalter, sowohl die Art und Weise wie Musik konsumiert wird, verändert hat, ebenso die Möglichkeiten des Konsums im Internet.
Musik Streams, seien es Radio-streams, Playlisten bei Youtube oder andere Plattformen, wurden und werden immer mehr zur bevorzugten Methode, Musik zu hören. Sie sind einfach zu nutzen und vor allem eines: Kostenlos!
Streaming hat in vielen Fällen Filesharing den Rang abgelaufen, wie zeropaid schreibt. Mitunter weil weder rechtliche noch technische Hürden genommen werden müssen, und Diensteleister wie Pandora oder Last.FM stellen riesige Musik Bibliotheken zur Verfügung, die in diesem Umfang und so simpel, niemals bei P2P-Plattformen vorzufinden sind.
Zwei Umfragen aus dem letzten Jahr unter britischen Jugendlichen bestätigen diesen Trend, und beide dokumentieren einen Rückgang von 5 bis 6 Prozent bei illegalem Filesharing.
Eine neue Umfrage in Norwegen, die von Aspiro Music, einem mobilen Musik Stream, in Auftrag gegeben worden ist, bestätigte diese “Verschiebung” im Online Musik Business. Interessant ist aber auch der Aspekt, dass rund ein Drittel der befragten Frauen (28 Prozent), nicht wissen was “Streamen” bedeutet.
Noch viel wichtiger dürfte aber die Angabe von 54 Prozent der befragten sein: Sie gaben bei der Umfrage an, das Sie seit “Streams” aufgehört haben, illegal Musik herunterzuladen.
Interessant sind auch die gestern veröffentlichten Daten des Bundesverband der Musikindustrie. Dort heisst es, dass der Internet Musik Markt rasant wächst. Alleine im Vergleich zum Vorjahr sollen die Umsätze um gut 40 Prozent gestiegen sein, während auf der anderen Seite, laut Brennerstudie 2010, die Zahl der illegalen Musikdownloads von noch 412 Millionen im Jahr 2005 auf 258 Millionen im Jahr 2009 sank.
Klar ist also, dass die Musik Industrie, von der man lange Zeit dachte, das Internet verschlafen zu haben, nun mehr und mehr Wege findet, Zugang zu “Musik-Liebhabern” zu finden. Mit Musik Streams scheint der erste Wurf gemeistert. Aber eine der wichtigsten Fragen, die in der Zukunft eine Rolle spielen, dürfte sein, “Wie kommerzialisiert man diese Streams?”
Photo Credit: p_kirn
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Musik hören im Web: Weg vom Filesharing, hin zu Online-Streams - Blokster - 20.08.10 um 12:34
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