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U2 Band Manager: “Filesharing hat Internet Service Provider reich gemacht”

19.Aug 2010 | Gepostet von Philipp

Der Manager der irischen Rockband U2, Paul McGuiness, sieht in Internet Service Providern “Mitschuldige” am Erfolg des illegalen Filesharing. Sie offerieren Breitbandzugänge für wenig Geld. Und die werden in seinen Augen nicht dafür genutzt, emails zu kontrollieren, sondern nur um Filme und Musik schnellstmöglich herunterzuladen.

Paul McGuiness, der Manager der irischen Rockband U2, übte in einem Beitrag für das GQ Magazin harsche Kritik am gesamten TK- und IT-Sektor. Seiner Meinung nach seien die Internet Provider, Mitschuld an dem Schaden, der durch illegales Filesharing entstehen würde.

Gulli zitiert McGuiness: “Benötigen die Menschen mehr Bandbreite um ihre E-Mails zu beschleunigen, oder geht es nur darum Filme und Musik so schnell wie möglich herunterzuladen?”

Bis dato behandele man die Diensteleister immer noch mit Samthandschuhen, obgleich Sie durch Filesharing profitieren. Er begründet dies mit einem Scheuklappengedanken: “Nur wer illegal urheberrechtlich geschützte Filme, Musik, Serien oder dergleichen herunterlädt, braucht eine schnelle Breitbandanbindung, und diese Anbindung stellen ISP für wenig Geld zur Verfügung.”

McGuiness lieferte in dem GQ Artikel auch gleich seinen Problem Lösungsvorschlag mit. “Die Internet Service Provider müssen gesetzlich dazu verpflichtet werden, illegales Filesharing zu bekämpfen”. Leichter gesagt als getan, denn wie der U2 Manager dem noch hinzufügte, dürften die IS-Provider da nicht mitziehen. Und mit dieser Annahme dürfte er richtig liegen.

Denn wenn Internet Service Provider Ihre Nutzer, und bei den grossen Unternehmen sind dies ja nicht gerade wenige, dahingehend kontrollieren müsste, ob Daten irgendwo illegal heruntergeladen werden, würden Mehrkosten entstehen, sowie ein gewisser Eingriff in die Privatsphäre der Benutzer. Die Kosten wiederum würden den Gewinn des Unternehmens drücken. Möglicherweise müsste man dann die entstandenen Mehrausgaben auf die User abwälzen, was wahrscheinlich zur Folge hätte, dass man auf dem Markt nicht mehr konkurrenzfähig agieren kann.

Diesen Wettbewerbsgedanken kann man ins Endlose weiterführen, haben aber immer ein und dieselbe Moral: “Aus unternehmenssicht wären sie kostspielig”.

Ausser acht lässt McGuiness auch einen ganz wichtigen Aspekt. Mit Breitbandzugängen kann man nicht bloss irgendwelche illegalen “Dinge” runterladen. Breitbandzugänge sind überhaupt erst für den Erfolg des Internet´s verantwortlich. Wer schon einmal über einen lahmen Net-Anschluss versucht hat, Videos aufzurufen, wird wissen, was gemeint ist. Nervtötende Wartezeiten.

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