Studie: Musik Charts machen Songs erst zum Download Hit
« Three Strikes: ACTAgainst Civil Rights Infringement | Sex und Porno Domains “xxx” ab 2011 im Internet? »
Vor einigen Wochen hat der ORF ein sehr interessantes Interview mit dem Harvard-Ökonom Felix Oberholzer-Gee veröffentlicht, dass sich thematisch auf die Kombination “Musik Downloads und kommerziellen Erfolg der jeweiligen Songs” bezieht. Und wie es scheint, so das Ergebnis von Studien, gibt es keinen negativen Effekt zwischen Filesharing und der Musikindustrie.
Der Schweizer Ökonom Felix Oberholzer-Gee, Associate Professor an der Harvard Business School, beschäftigt sich seit Jahren mit den ökonomischen Folgen der Digitalen Wende in der Musik-, Film- und Zeitungsbranche.
In der Vergangenheit sorgte er insbesondere dank seiner Studien für grosses Aufsehen. 2004 veröffentlichte er seine erste “Analyse”. Gemeinsam mit seinem amerikanischen Kollegen Coleman Strumpf widmete er sich der Thematik, wie sich den Tauschbörsen (Filesharing Plattformen) auf den CD Verkauf auswirken.
Das Ergebnis dürfte aus Sicht der Musikindustrie, die ja das “Übel bei den Tauschbörsen” sucht, eher ernüchternd sein: Die beiden Autoren fanden keinerlei Zusammenhang zwischen der Häufigkeit, wie oft ein Lied herunter geladen wurde und wie oft es, in herkömmlicher Form auf einem Tonträger (z.b. CD) verkauft worden ist. Also kurzum: Sie schlossen aus Ihren Auswertungen, dass Filesharing keine negativen Auswirkungen auf den Verkauf von Platten und CDs hat.
Vielmehr kamen Sie zu einem ganz anderen interessanten Ergebnis: “Bei Tauschbörsen downloadet der breite Mainstream, insbesondere Musik, Titel und Alben, die zu jenem Zeitpunkt schon Top in den Musik Charts platziert sind.” Und um in den Hitparaden oben mitzumischen, müssen Tonträger verkauft werden.
Wenn man Filesharing-Dienste verbietet und kriminalisiert, wenn man die Menschen in immer dunklere Bereiche des Internets drängt, wird es zunehmend schwieriger, zu beobachten, was Konsumenten wollen und tun.
Basierend auf diesen Daten kann man also festhalten und folgern, dass das kunterbunte Treiben bei Tauschbörsen sich an den Musik Charts reguliert. Oder anders: Erst wenn ein Song schon X-mal verkauft worden ist, wird er auch für die User von Filesharing Plattformen interessant.
Ein weitereführender Gedanke wäre jetzt vielleicht jener, ob der Erfolg in den Charts, bzw. die daraus resultierende Aufmerksamkeit an Tauschbörsen den kommerziellen Erfolg nocht mindert. Würde die Musikindustrie noch mehr Songs auf CDs verkaufen, ohne Filesharing Plattformen? Aus Ihrer Sicht dürfte das gewiss so sein. Aber sieht das auch der breite Mainstream so? Oder würden sich Nutzer die Songs nicht anderswo – kostenlos – anhören, wie zum Beispiel bei der international grössten Video Plattform Youtube? Wenn, hätte, könnte ..
Yes you can! - Usenext testen und Kostenlos downloaden
Du kannst den Post kommentieren oder einen Trackback senden.
Similar Posts
Trackbacks
-
Newsportal HUiP.de - 28.06.10 um 22:33
-
Musik hören im Web: Weg vom Filesharing, hin zu Online-Streams - Blokster - 20.08.10 um 12:33
-
Studie: “Musiker verdienen mehr als vor 10 Jahren, trotz Filesharing” - Blokster - 16.09.10 um 17:59
Meinungen zu Studie: Musik Charts machen Songs erst zum Download Hit
Nur die Felder mit Sternchen (*) sind Pflicht.
Der Rest kann leer bleiben.




















