Filesharing
Musik-Streams scheinen P2P-Plattformen den Rang abzulaufen. Bei einer Umfrage gaben 54 Prozent der Befragten an, mit dem illegalen Downloaden von Musik aufgehört zu haben. Des Streaming wegens.
Einerlei der Debatte wegen, ob und welche Auswirkungen illegales Filesharing auf die Musik Industrie hat, steht fest, dass im digitalen Zeitalter, sowohl die Art und Weise wie Musik konsumiert wird, verändert hat, ebenso die Möglichkeiten des Konsums im Internet.
Musik Streams, seien es Radio-streams, Playlisten bei Youtube oder andere Plattformen, wurden und werden immer mehr zur bevorzugten Methode, Musik zu hören. Sie sind einfach zu nutzen und vor allem eines: Kostenlos!
Man könnte sagen, “Erotik-Produktionen und Filesharing gehen Hand in Hand”. Und während die einen versuchen, Filesharing zu stoppen, kümmern sich andere nicht wirklich um die unauthorisierte Verbreitung Ihrer Inhalte. In einem kürzlich veröffentlichten Video, sagt der CEO einer der grössten Porno-Film-Verleiher, “Je mehr Menschen unsere Arbeit piraterieren, desto besser.”
Die Private Media Group, eines der grössten Erotik Unternehmen und das erste, dass öffentlich im NASDAQ gehandelt wird, hat bereits viele neue Möglichkeiten mit mit der Enstehung des Internets miterlebt. Und wie es bei so vielen Branchen der Fall ist, werden auch deren Sex-Filmchen über Torrent Seiten kostenlos verbreitet.
Im Gegensatz zu anderen Erotik Unternehmen, die einzelne Downloader oder die Betreiber von Seiten verklagen, setzt sich der Private Media Group CEO Berth Milton allerdings nicht gegen die Filesharer zur Wehr. Vielmehr glaubt er, dass Filesharing ein gutes Werbeinstrument ist.
Der Manager der irischen Rockband U2, Paul McGuiness, sieht in Internet Service Providern “Mitschuldige” am Erfolg des illegalen Filesharing. Sie offerieren Breitbandzugänge für wenig Geld. Und die werden in seinen Augen nicht dafür genutzt, emails zu kontrollieren, sondern nur um Filme und Musik schnellstmöglich herunterzuladen.
Paul McGuiness, der Manager der irischen Rockband U2, übte in einem Beitrag für das GQ Magazin harsche Kritik am gesamten TK- und IT-Sektor. Seiner Meinung nach seien die Internet Provider, Mitschuld an dem Schaden, der durch illegales Filesharing entstehen würde.
Gulli zitiert McGuiness: “Benötigen die Menschen mehr Bandbreite um ihre E-Mails zu beschleunigen, oder geht es nur darum Filme und Musik so schnell wie möglich herunterzuladen?”
4 Prozent der Torrent-Dateien sind für 90 Prozent der Downloads verantwortlich. Filme wie “Indiana Jones” und “Der unglaubliche Hulk” standen zeitweise besonders hoch im Kurs, genau wie Lady Gaga´s Doppelalbum “The Fame Monster”, so das Fazit einer australischen Studie aus 2010. Der Anteil an (Kinder-) pornographischem Material im BitTorrent Netzwerk ist eher gering.
Laut einer australischen Studie und Analyse von Filesharing Dateien im BitTorrent Netzwerk, die im Frühsommer 2010 veröffentlicht worden ist, handelt es sich bei dem Grossteil der getauschten Dateien, um urheberrechtlich geschütztes Material, und nicht zum Download authorisiertes.
In der vom Australian Federation Against Copyright Theft (AFACT) veröffentlichten Auswertung heisst es, dass schätzungsweise 89 Prozent der untersuchten Torrents gegen das Copyright verstossen, wie Heise berichtet. Durchgeführt wurde die Studie vom Internet Commerce Security Laboratory (ICSL) der University of Ballarat. Der australische Medienkonzern Village Roadshow, ebenfalls ein AFACT-Mitglied unterstützte die Forschungsarbeit.
Vor einigen Wochen hat der ORF ein sehr interessantes Interview mit dem Harvard-Ökonom Felix Oberholzer-Gee veröffentlicht, dass sich thematisch auf die Kombination “Musik Downloads und kommerziellen Erfolg der jeweiligen Songs” bezieht. Und wie es scheint, so das Ergebnis von Studien, gibt es keinen negativen Effekt zwischen Filesharing und der Musikindustrie.
Der Schweizer Ökonom Felix Oberholzer-Gee, Associate Professor an der Harvard Business School, beschäftigt sich seit Jahren mit den ökonomischen Folgen der Digitalen Wende in der Musik-, Film- und Zeitungsbranche.
In der Vergangenheit sorgte er insbesondere dank seiner Studien für grosses Aufsehen. 2004 veröffentlichte er seine erste “Analyse”. Gemeinsam mit seinem amerikanischen Kollegen Coleman Strumpf widmete er sich der Thematik, wie sich den Tauschbörsen (Filesharing Plattformen) auf den CD Verkauf auswirken.
Fast jeder zweite Internet User, der illegale Filesharing Plattformen nutzt, würde für eine vergleichbare kostenpflichtige Seite, bis zu 14,50 britische Pfund zahlen, so das Ergebnis einer aktuellen Umfrage in Großbritannien.
Bereits vor einigen Wochen machte die politische Partei die Grünen, doch eine Download Flatrate in Österreich einzuführen. Die Idee – montalich wird ein FIX-Betrag von Internet Nutzern bezahlt, die dann über Ihren Breitband Zugang soviel Downloaden können, wie Sie wollen. Die Einnahmen sollen schliesslich den Urhebern des “Download” Material, gerecht verteilt, zugeführt werden.
Eine aktuelle Umfrage von Entertainment Media Research und der Kanzlei Wiggin aus Großbritannien hat gezeigt, dass solch eine, vielleicht ideale, Handhabung auch anderswo umgesetzt werden könnte.
10 Dollar “Gebühr” für ein gebrauchtes Video (oder PC-Spiel) per Pay Wall. Electronic Arts will Kohle der “Second Hand” Käufer – und Andrew Oliver sieht auch im “eigenständigen Handel unter privaten Spielern” mehr Probleme, als beim Games Filesharing an sich.
Gulli hat gerade einen sehr interessanten Artikel veröffentlicht, der sich auf Develop (“‘Pre-owned a bigger problem than piracy’“) stützt. Darin moniert Spiele Entwickler Andrew Oliver, dass Piraterie nicht das grössgte Problem der Spiele Industrie sei.
Viel mehr sei das “Traden von alten und gebrauchten” Games ein viel grösseres Sorgenkind. Warum? Alle die schon mal PC-oder Konsolen Spiele gezockt haben, dürften es kennen. Nach vier Wochen hat man das Game entweder durch gezockt, oder weiss das man es niemals schaffen wird. Und nu? Was tuen mit dem “frisch” gekauften Spiel, was wahrscheinlich auch noch um die 50 Euro gekostet hat? Einige schmeissen es ins Regal – und lassen es verstauben, bis Sie vielleicht noch einmal von der Lust ergriffen werden, es zu zocken. Eine Alternative wäre aber, die Games zu verkaufen. Bei eBay oder GottweisswelchenTauschplatztformen noch. Ist ja auch nicht verkehrt. Als Gamer bekommt man noch was für seine “Ware”, die man sonst wohl nicht mehr nutzen würde.
Eine holländische Studie der Universtität Amsterdam berichtet, dass Sie keinen Beweis dafür finden konnten, dass Filesharing die Musik Verkäufe drosselt. Vielmehr sind Filesharer vielleicht gar die besseren Kunden!
Professor Nico van Eijk von der Universität Amsterdam, Holland, kam bei seiner neuerlichen Studie zu einem erstaunlichen Ergebnis. Erstaunlich deswegen, weil Sie auf den ersten Blick irgendwie unlogisch klingt.
In seiner Ausfertigung (die es hier nachzulesen gibt) schreibt er:
“Only part of the decline in music sales can be attributed to file sharing. Despite the losses for the music industry, the increased accessibility of culture renders the overall welfare effects of file sharing robustly positive,”
Mit anderen Worten: Nur ein geringer Teil der rückläufigen Musik Verkäufe kann auf Filesharing zurückzuführen sein. Tatsächlich sind Filesharer vielleicht die besten Kunden der Musikindustrie.
Aus Anlass den vorliegenden Ergebnissen einer neuen Umfrage, nach denen Internet User, die Filme, Musik und Fernsehserien downloaden, auch für Downloads bezahlen würden, wenn dies kostengünstig und bequem möglich wäre, kommentierte der Chef der Australian Federation Against Copyright Theft: “Man müsse erst die Piraterie massiv reduzieren, damit die Unterhaltungsindustrie ein derartiges Paid Modell auf dem Markt etablieren könnte”.
Eine neue Umfrage in den USA, die im Auftrag von news.com.au und des Forschungsinstitut CoreData durchgeführt worden ist, hat ergeben, dass “Piraten” für Downloads bezahlen würden, wenn Sie denn eine bequeme und insbesondere günstige Plattform zum legalen Download anbieten würden.
Insgesamt haben 7.000 Menschen an dieser Umfrage teilgenommen, die in den vergangenen 12 Monaten Daten per Filesharing getauscht haben. Als Sie gefragt worden sind, ob Sie denn für einen Service zahlen würden, der TV Shows, Filme oder Musik anbietet, antworteten etwa 2/3 der Befragten, dass Sie dazu bereit wären.
(Un)bekannte Porno Stars müssen auch Ihre Steuern zahlen, und Sie wollen nicht dass Ihre Filmchen so ohne weiteres kostenlos zum Download angeboten werden. Also starten Sie gemeinsam einen Video Aufruf per Youtube, unter dem Motto “We work hard to entertain you.”
Wo Sie recht haben, haben Sie recht. Hier das Video:
(Youtube)

















