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Musik Downloads und Tauschbörsen: Entwicklung der Musik Piraterie seit 2003

15.Aug 2010 | Gepostet von Philipp

2003 wurden in Deutschland schätzungsweise 600 Millionen Musik Titel illegal heruntergeladen. 2008 waren es nur noch die Hälfte, plus etwa 100 Millionen legale Downloads. Die Zahl der Internet User stieg im gleichen Zeitraum allerdings rapide. Das würde bedeuten, dass das Interesse der Nutzer, an Musik Downloads eingebrochen ist.

Musik ist Leben. Schon seit Menschengedenken, in Zeiten da wo der Mensch noch in Höhlen lebte, produzieren wir klangvoll komponierte Töne. Und wieder andere lieben es einfach nur Ihr zu lauschen. Der Grund dafür ist so einfach wie simpel. Musik bereichert unseren Alltag. Musik drückt aus, was wir empfinden. Wir leben die Musik die wir hören.

Wie wir hörigen Musik-Fans uns allerdings den Weg zum gewünschten Medium bahnen, ist allerdings unterschiedlich. Einige gehen auf Konzerte, andere hören Radio, kaufen sich die CD´s in Musikläden und wieder andere bedienen sich der reichhaltigen Palette an Musik Plattformen im Internet. Seien es Tauschbörsen, oder Download Plattformen, legaler oder nicht ganz so legaler Natur. Einerlei. Möglichkeiten gibt´s da viele.

Und viele dieser Plattformen haben der Musikindustrie, die natürlich mit der Musik Geld verdienen will, das Leben sehr schwer gemacht. So schreibt Joma Hein in einem Artikel auf Anwalt.de seine Interpretation der Musik Download Entwicklung, die insbesondere mit Portalen wie Napster Anfang 2000 Ihren Höhepunkt erreichte. Förderlich waren da auch die Highspeed Internet Zugänge, deren zunehmende DSL Geschwindigkeit zuliess, dass immer grössere Datenmengen heruntergeladen werden konnten.

Zu Beginn der Daten Erhebungen im Jahre 2003, lag die Zahl illegaler Musik Downloads noch bei schätzungsweise 602 Millionen Songs. Alleine in Deutschland. Klar, dass solche immense Summen, eine Reaktion der Musikindustrie, welche Ihren Umsatz in Gefahr sah, zu Folge hatten. Auf der einen Seite startete eine aggressive Verfolgung derer, die sich illegal der Musiktitel im Netz bemächtigten, zum anderen wurden die kostenpflichtigen, legalen Downloadplattformen weiter ausgebaut. Orte wo man sich Musik Songs zu günstigeren Preisen beschaffen können sollte.

Schenkt man den weiteren Datenerhebungen in den Folgejahren glauben, so zeigten diese Schritte der Musikindustrie erste Erfolge auf. 2004 fiel die Zahl der illegalen Musik Downloads auf etwa 383 Millionen. 2006 waren es dann nur noch 374 Millionen Downloads und 2008 lediglich 316 Millionen. Im gleichen Zeitraum stieg zudem die Zahl der legal erfolgten Musik Downloads auf circa 100 Millionen.

Was bedeutet das?
Die Zahlen sprechen zwar eine deutliche Sprache, wie der Musik Markt in Deutschland sich über die letzten Jahre entwicket haben soll, Spielraum für andere Interpretationen bleibt aber dennoch. Denn mit voran schreitender Technologie, werden dem Internetuser auch weitere Möglichkeiten gegeben, zum gewünschten Ziel zu kommen.

Und alleine in dem gerade erwähnten Beispiel: 602 Millionen “illegale” Musik Downloads 2003; 316 Millionen “illegale” Musik Downloads 2008 + 100 legale Musik Downloads. Da ist eine Differenz. Eine “üppige” Differenz zwischen den Jahren 2003 und 2008.

Wo sind die 200 Millionen?
Addiert man die Downloads, die legalen wie illegalen, so kommt man etwa auf eine Summe von 416 Millionen Download. Diese Zahl steht dem Volumen von etwa 600 Millionen Dowloads 2003 gegenüber. Aber wo ist die Differrenz geblieben? Haben die User kein Interesse mehr an Musik aus dem Internet? Denn Fakt ist ja, dass seit 2003 die Zahl der Internet Nutzer rapide gestiegen hat, im gleichen Zeitraum soll aber die Zahl der Musikdownloads rapide gesunken sein. Anti Proportional.

Eine Erklärung für diesen Rückgang an Musikdownloads wären gewiss die zahlreichen Online Radiostreams, die rund um die Uhr Musik nach jedem geschmack und Musikstil spielen, oder Plattformen wie Youtube und MySpace, wo man ebenso auf Mausklick, sich den gewünschten Song anhören kann, ohne Ihn gleich Downloaden zu müssen.

Photo Credit: Ferrari + caballos + fuerza = cerebro Humano 

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